Was ist eigentlich… Zinseszins?

VERÖFFENTLICHT AM Donnerstag, 9 Dezember 2021

Wenn davon gesprochen wird, dass dein Geld sich “von selbst vermehrt” oder “für dich arbeitet”, ist die Rede indirekt vom Zinseszins bzw. dem Zinseszinseffekt.

Um was genau handelt es sich aber dabei? Abgesehen von der vermutlich einzigen für unser alltägliches Leben relevanten Sache, die wir jemals im Matheunterricht gelernt haben. Oder wie oft berechnest du heute noch so Kurvendiskussionen?

Warum wir den Zinseszins lieben

Wenn du dein Geld anlegst, erhältst du (im Optimalfall) hierauf Zinsen. Diese werden entweder am Ende einer Zinsperiode ausgeschüttet, also ausgezahlt, oder automatisch wieder angelegt. Ist letzteres der Fall, wächst dein angelegtes Vermögen um die Zinserträge, die dir nun in der nächsten Zinsperiode ihrerseits verzinst werden und neue Zinserträge einbringen. Der sogenannte Zinseszinseffekt tritt ein.

Durch die immer weiter steigenden Zins- (und Zinseszins-) Erträge, wächst dein Vermögen auch immer schneller an. Lieben wir! Der Zinseszinseffekt mit seinem exponentiellen Wachstum ist daher ein unglaublich wichtiges Mittel, zum Erreichen deiner finanziellen Ziele.

Um dem Zinseszins die Möglichkeit zu geben, seine volle Wirkung zu entfalten, ist es von großer Wichtigkeit, dass du frühzeitig damit anfängst, dein Geld zu investieren. Zeit ist in diesem Fall bares Geld. 

Dein Geld braucht Zeit.

Das klingt jetzt erstmal abstrakt und vielleicht auch etwas kompliziert. (Hallo Matheunterricht!) Anhand einer Beispielrechnung wird jedoch ziemlich eindrücklich deutlich, was für eine wunderbare Sache der Zinseszins ist und wieso die Anlagedauer so eine große Rolle spielt.

Nehmen wir einmal an, dass du jeden Monat 100 Euro investierst, und zwar in einen ETF-Sparplan, der durchschnittlich 5% Zinsen bzw. Rendite pro Jahr erbringt. 

Beginnst du im Alter von 20 Jahren und leistest die monatliche Zahlung bis du 60 Jahre alt bist, hast du am Ende 48.000 Euro eingezahlt. Durch den Zinseszinseffekt ist dein Vermögen auf ganze 148.856 Euro angewachsen, du hast also über 100.000 Euro nur durch die Zinses- und Zinseszins-Erträge verdient!

Fängst du “erst” mit 30 an jeden Monat 100 Euro anzulegen, hast du im Alter von 60 Jahren 36.000 Euro eingezahlt. Dein Vermögen ist am Ende auf 81.870 Euro angewachsen. Deine Erträge betragen also schon nur noch knapp 45.000 Euro.

Beginnst du sogar mit 40 erst jeden Monat 100 Euro zu investieren, hast du mit 60 Jahren 24.000 Euro eingezahlt und verfügst über ein Vermögen in Höhe von 40.746 Euro. Deine Erträge durch den Zinsen und Zinseszinsen sind mit 16.000 Euro nach 20 Jahren also weitaus geringer als sie es nach 30 oder 40 Jahren gewesen wären.

Du bist neugierig, auf welchen Betrag dein Vermögen in Abhängigkeit von Zeit, verschiedenen Renditen und monatlichen Beiträgen anwachsen könnte? In unserem Discovery Mode findest du es ganz leicht heraus.

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